Samstag, 25. Dezember 2010

Das allerbeste Weihnachtsgeschenk

Die nette, ältere Dame hineintrat, nickte mir zu, und setzte sich in der Reihe vor mir.  Ich lächelte sie an.

Der Orgelspieler spielte. Wir sangen (einigermaßen). Die Kinder betraten die Bühne.

Ich hatte nicht so viele Erwartungen, denn manchmal fehlen Kindern die Lebenserfahrungen, die man braucht, um die größten Rollen zu beherrschen und eine alte Geschichte wieder lebendig zu machen.  Meine kirchlichen Jahren sind auch schon etwas her und ich habe inzwischen einige Einzelheiten und Charakter von der Geschichte vergessen.

Aber niemand könnte es in Abrede stellen, der Soldat, der auf die Nase fiel, wurde herrlich gespielt.

Ehrlich gesagt, ich habe mich kurz nicht richtig konzentriert, weil die alle auf Deutsch sprachen.  Plötzlich war das Baby schon da.  Nach der Zusammenfassung klatschte ich mit den meisten Zuschauern.  Ich wusste nicht, was man eigentlich erwarten darf, denn ich habe so wenig Erfahrung von Krippenspielen gehabt.

Erst kurz nach dem wunderbaren Geburt und stürmischen Beifall, drehte sich die freundliche Dame herum, und teilte mir ihre gebildetere Kritik ernsthaft mit.

Ich ging sehr glücklich in den Schnee raus.

2 Kommentare:

  1. I love your writing, especially when you write in English. But, more so, I think your pictures are fantabulous.

    (I do not know als what I should post this under, so I chose anonymous.)
    Orla

    AntwortenLöschen
  2. Thanks Orla! That's very kind. And anonymous with a name is grand :)

    If I write in German first, sometimes I can delude myself into thinking that I've got it to say roughly what I wanted... but then if I write about the same thing in English a bit later, it invariably ends up entirely different and full of things I wouldn't know how to convey in German. I guess there's a lot left to learn... although I take comfort in Mark Twain's excuse:
    "Sie müssen so freundlich sein, und verzeih mich die interlarding von ein oder zwei Englischer Worte, hier und da, denn ich finde dass die deutsche is not a very copious language, and so when you’ve really got anything to say, you’ve got to draw on a language that can stand the strain."

    (By the way, the English version of this blog is here. The two used to be in more in sync, until I realised that that wasn't of the faintest significance to anyone but me.)

    AntwortenLöschen