Sonntag, 4. Juli 2010

Argentina



Also, ich habe mich geirrt.  Perkeo ist nicht der schöne, ruhige Platz, Fußball anzuschauen.  Mindestens ist es nicht, wenn Deutschland nach dem Achtelfinale spielt.

Oder vielleicht sind die Deutschen jetzt überall laut.  So laut.  Vielleicht während des Spiels gibt es auch überall ein besonderer, lauter Deutscher, der nur glitzernde, rosa Hose trägt.  Das kann ich nicht wissen.  Ich habe nur den Einen gesehen, der gestern in Perkeo war.

Als das erste Tor geschossen wurde, hatte ich eigentlich richtig Angst.  Dass Deutschland eins zu null führte, fand ich gut.  Oder, besser gesagt, überhaupt nicht schlecht.  Viel besser als der Krieg, die Hungersnot, die Armut, der Tod.  Noch interessanter als Schach und andere Brettspiele.  Also, berichtenswert, und zwar gar nicht schlechte Nachricht.  In meinem eigenen Kopf habe ich sogar kurz gefeiert.  Das reichte mir.  Vielleicht würde es noch andere Tore geben.  Lass uns bitte warten, bis wir mehr wissen.

Aber es schien, die Anderen sahen es nicht so.  Für den Lärm war ich nicht bereit.  Unterdessen versuchte ich immer noch ruhig zu zeichnen.  Das ist aber nicht leicht.  Vielleicht auch nicht vernünftig.

Noch schlimmer ist es nur geworden.  Am Ende stand es 4-0, und ich weiß nicht wie das Jubeln später erhöht werden kann, falls sie das Ganze gewinnen.  Vielleicht erwarten sie es nicht, dass das je nötig sein wird.

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