Clearly this need not exist, except that I'm trying to learn to write (in preparation for perhaps one day speaking) in German, and if I didn't post it somewhere I just wouldn't bother.
The English version, which has existed for longer with even less justification, is here.
Montag, 16. Mai 2011
Die Superheldenversammlung
Während ich in der kühlen Nachtluft zurück nach Hause schlenderte, fand ich zufällig ein merkwürdig geschäftiges Cafe und bekam plötzlich das seltsame Gefühl, wenn ich etwas Ruchloses vor hätte, wäre es sicherlich nicht der richtigen Zeitpunkt und kein guter Ort diesen Plan durchzuführen.
Mittwoch, 27. April 2011
Eine lange Nacht
Aber niemand dürfte sagen, wir seien dort auf gar nichts interessantes gestoßen. So eine Behauptung wäre gegenüber der tanzenden Nonne in der Synagoge sehr ungerecht.
Dienstag, 12. April 2011
Der Partymensch
Als ich im Bus saß und zu der jungen Mädel mit den vier Augen hinübersah, erfasste ich es zum ersten Mal, dass selbst die aufheiternde Kraft von Gesichtsfarben und Kuchen nicht ganz unbegrenzt ist.
Montag, 28. März 2011
Erfolg
Anzahl von geschälten Kartoffeln: 15
Anzahl von blutigen Fingern: 1
Angesichts des besseren Verhältnisses sind das Fortschritte, auch wenn die Schwere der eigentlichen Verletzung etwas größer war.
Anzahl von blutigen Fingern: 1
Angesichts des besseren Verhältnisses sind das Fortschritte, auch wenn die Schwere der eigentlichen Verletzung etwas größer war.
Montag, 21. März 2011
Der Mariankäfer
Jeder auf mich gerichtete Blick manifestiert sich in Verbindung mit dem Erscheinen einer sinnlichen Gestalt in unserem Wahrnehmungsfeld, aber im Gegensatz zu dem, was man glauben könnte, ist er an keine bestimmte Gestalt gebunden...
Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts
Im Moment befasse ich mich mit den Themen Blick und Blickkontakt, die interessanter sind, als ich je gedacht hätte. Es gibt viel zu erwägen und meine eigenen Betrachtungen über die Gegenständlichkeit des Anderen (und des Ichs) sind noch nicht sehr durchdacht. Ich möchte lieber ein bisschen mehr Zeit mit Sartre verbringen, oder mindestens mit mir selbst und seinen aufgeschriebenen Worten, bevor ich anfange, darüber zu philosophieren.
Der Anlass dieser neu entwickelten Interesse war eher die einfache Beobachtung, dass man manchmal nur einen ganz kurzen Moment unabsichtlichen Blickkontakts von einem Fremden braucht, um mit Sicherheit feststellen zu können, der Abend wird bald etwas merkwürdiger werden.Eine ziemlich bescheidene Bemerkung im Vergleich zu den, die von den Existentialisten diskutiert geworden sind, aber immerhin eine Bemerkung, die mir am Samstagabend mit besonders großen Klarheit auffiel, als der begeisterte Freund des verlegen aussehenden Marienkäfers erstmals zu uns herüberschaute.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Die Aussicht vom Berggipfel
'For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so.'
Shakespeare
„Ich glaube, damit ich verstehe“
Anselm von Canterbury
So ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein anderer ist's, der von mir zeugt; und ich weiß, daß das Zeugnis wahr ist, das er von mir zeugt.
Johannes 5:31-32
Religiöse Erlebnisse unterscheiden sich äußerlich von anderen Erlebnissen, oft erst wenn sie weitergegeben werden. Jeder kann ein Erlebnis berichten, aber nicht jeder kann es durchschauen, um sein mystisches Innere zu enthüllen. Das enthüllte, mystische Innere könnte natürlich Quatsch sein, aber das kann man nie wissen. Hauptsache ist, dass der Erleuchtete sich selbst von seinem nicht nachprüfbaren Interpretationen überzeugen kann und, wenn er Glück hat, andere Leute auch. Andererseits können die anderen Leute manchmal überzeugt sein, der Erleuchtete selbst aber nicht. Ein Erlebnis ist jedenfalls erst bedeutungsvoll, wenn es als bedeutungsvoll verstanden wird. Man soll dann immer nur die schönsten und interessantesten Bedeutungen von Erlebnissen annehmen, um das Leben freundlicher und lustiger zu machen, glaube ich.
Früher schien mir hässlich solcher Fideismus, wie der von Anselm - ein Zirkelschluss. Jetzt scheint es mir aber unvermeidlich. Alles, was man versteht (oder verstehen will), versteht man nur durch die Brille seines Metanarrativs. Wäre ein Wunder wirklich geschehen, könnte man es nur als wunderbar anerkennen, wenn seine Weltanschauung so was erlaubte. Wenn tatsächlich keine Wunder möglich seien, könnte die gleiche Weltanschauung natürlich nur in den Irrtum führen. Aber sich zu irren muss auch nicht so schlimm sein, wenn man darin schönere Bedeutungen, Erklärungen und Gefühle finden kann.
Aber das reicht schon mit dieser blöden Rede. Ich fühle mich so gedankenvoll, wenn nicht gerade religiös, und kümmere mich schon wieder an die größten Fragen, denn etwas prächtiges ist vor kurzem passiert, als ein Freund mir zu Besuch kam.
Kurz zusammengefasst: Wir waren zusammen auf dem Gipfel des Heiligenbergs, im Mitten eines alten Klosters, von Schnee umgeben. Heiliger konnte es nicht mehr kommen. Dort, im allerheiligsten Teil Heidelbergs und mit gar keinem menschlichen Ursache zu sehen, ist es geschehen. Wie von einem Finger aus dem Himmel berührt ist meinem Freund plötzlich die Hose zerrissen, und zwar am heiligsten Ort seiner Hose. Wir beide waren erschrocken. Ich konnte ihn kurz kaum anschauen.
Ich habe das Ereignis mit meinen eigenen Augen gesehen und kann es nicht wieder vergessen, auch wenn ich Teile davon (ziemlich sehr) vergessen will. Aber was soll es denn sein? Ein Zufall? Ein Segen? Ein Unsegen? Man kann für alles eine Erklärung geben und jeder muss sich selbst entscheiden. Ich mag denken, es war tatsächlich ein Wunder. Deshalb tue ich es. Ich denke an meinen Freund und an den Vorhang in dem Temple zum ersten Ostern, und fast alles hängt ganz logisch zusammen. Aus irgendeinem Grund und zum irgendeinen Zweck ist er auserwählt worden.
Eine Sache bleibt, die ich noch seltsamer finde, als das Wunder selbst. Warum hat mein Freund nämlich meinen Rat nicht ernst genommen, und diese Geschichte jedem einzigen Menschen erzählt, den wir seitdem getroffen haben? Gewiss, er ist ein äußerst bescheidener Mensch, aber nicht besonders schüchtern und wenn so was einem normalen Mann passiert wäre, dürfte es nicht verborgen bleiben. Das Schweigen konnte ich lange nicht begreifen, bis es mir endlich eingefallen ist, das alleine dient als Beweis, dass ihm etwas außerordentlich passiert ist.
Es fällt also mir, seine Erzählung weiterzugeben.
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| Genau das, was er seltsamerweise nicht gemacht hat. |
Samstag, 25. Dezember 2010
Das allerbeste Weihnachtsgeschenk
Die nette, ältere Dame hineintrat, nickte mir zu, und setzte sich in der Reihe vor mir. Ich lächelte sie an.
Der Orgelspieler spielte. Wir sangen (einigermaßen). Die Kinder betraten die Bühne.
Ich hatte nicht so viele Erwartungen, denn manchmal fehlen Kindern die Lebenserfahrungen, die man braucht, um die größten Rollen zu beherrschen und eine alte Geschichte wieder lebendig zu machen. Meine kirchlichen Jahren sind auch schon etwas her und ich habe inzwischen einige Einzelheiten und Charakter von der Geschichte vergessen.
Aber niemand könnte es in Abrede stellen, der Soldat, der auf die Nase fiel, wurde herrlich gespielt.

Ehrlich gesagt, ich habe mich kurz nicht richtig konzentriert, weil die alle auf Deutsch sprachen. Plötzlich war das Baby schon da. Nach der Zusammenfassung klatschte ich mit den meisten Zuschauern. Ich wusste nicht, was man eigentlich erwarten darf, denn ich habe so wenig Erfahrung von Krippenspielen gehabt.
Erst kurz nach dem wunderbaren Geburt und stürmischen Beifall, drehte sich die freundliche Dame herum, und teilte mir ihre gebildetere Kritik ernsthaft mit.
Ich ging sehr glücklich in den Schnee raus.
Der Orgelspieler spielte. Wir sangen (einigermaßen). Die Kinder betraten die Bühne.
Ich hatte nicht so viele Erwartungen, denn manchmal fehlen Kindern die Lebenserfahrungen, die man braucht, um die größten Rollen zu beherrschen und eine alte Geschichte wieder lebendig zu machen. Meine kirchlichen Jahren sind auch schon etwas her und ich habe inzwischen einige Einzelheiten und Charakter von der Geschichte vergessen.
Aber niemand könnte es in Abrede stellen, der Soldat, der auf die Nase fiel, wurde herrlich gespielt.

Ehrlich gesagt, ich habe mich kurz nicht richtig konzentriert, weil die alle auf Deutsch sprachen. Plötzlich war das Baby schon da. Nach der Zusammenfassung klatschte ich mit den meisten Zuschauern. Ich wusste nicht, was man eigentlich erwarten darf, denn ich habe so wenig Erfahrung von Krippenspielen gehabt.
Erst kurz nach dem wunderbaren Geburt und stürmischen Beifall, drehte sich die freundliche Dame herum, und teilte mir ihre gebildetere Kritik ernsthaft mit.
Ich ging sehr glücklich in den Schnee raus.
Sonntag, 21. November 2010
Schillervogel
Vor kurzem ist ein neues Alnatura neben meiner Wohnung geöffnet. Alles ist biologisch angebaut, außer vielleicht dem Begrüßer, der am Anfang da war, und etwas synthetisch aussah. Aber vielleicht war das nur seines lustigen Hutes wegen.
Auf jeden fall, dachte ich, ich könnte mich ab sofort gesunder ernähren. Da meine Kochkenntnisse nicht besonders hoch sind, heißt das, ich könnte besseres Hänchen in meinen Fajitas hineinstecken. Bisher kaufte ich meistens nur Brüste von den besonders gut ausgestattet Hänchen, die Netto irgendwie und irgendwo gefunden hat, und verdächtig billig verkaufen kann. Das Gewissen findet das nicht so schmackhaft, aber die Füße wollen nicht viel weiter laufen müssen, und solange das Gewissen die Tüten nicht selbst tragen kann, kaufe ich das, was nah ist. Und einige Körperteile will ich nicht aussprechen müssen, auch mit keinem Metzger, um unangenehme Missverständnisse zu vermeiden.Aber am Ende habe ich gelernt, es fühlt sich nicht viel besser, das verschwenderische Leben und die vollständige Ausbildung eines Alnatura Hähnchens finanziell zu unterstützen.
Update:
Inzwischen habe ich angefangen mehr zu lesen, und mich für schwarze Bohnen anstatt irgendwelcher Tiere entschieden. Ob der Fleischverzicht die Welt eigentlich verbessert weiß ich nicht, aber die Bohnen schauen mich nicht so beurteilend an, sind sogar günstiger, und sehen trotzdem ziemlich niedlich aus, während ihres Einweichens in purpurfarbiges Wasser. Fast wie winzige, bösartige, blähende Ninjas, finde ich. Und noch wichtiger: Weil man nie von ihren Brüsten sprechen muss, dürfte man sie ganz schamlos besprechen, ohne zu riskieren, missverstanden zu werden oder zu einer unpassenden Zeit zufällig zu erröten.
Medizinischer Zoo
Ob es längst von einer pragmatischen Entscheidung stammte, vielleicht weil die Tiere nicht eingesperrt sind, oder die tierischsten aussehenden Patienten angeglotzt werden dürfen, oder es sich einfach nur um einer zufälligen Nähe handelt, weiß ich nicht und will ich auch nicht wissen.
Donnerstag, 11. November 2010
Frankfurt Fans
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